Ein Geräusch wird zum Beat, eine Figur wird zur Bewegung. In diesem Projekt verwandelt ihr Alltagsklänge in kurze animierte Performances, die Figur, Bewegung und Ton kreativ miteinander verbinden.
Ziele/ Kompetenzen
- Figur in Raum und Bewegung zeichnerisch umsetzen können
- Grundlagen der Animation verstehen, diese planen und realisieren
- Ästhetischen und kommunikativen Modus verstehen und nutzen
- Filmische Sprache gezielt einsetzen
Vorkenntnisse/ Vorübungen
- Figürliche Darstellung und Körperhaltung in Raum und in Bewegung
- Ästhetischer Modus: wirklichkeitsnah, stilisiert, abstrakt, idealisiert, surreal, dadaistisch, sachlich, expressiv, …
- Kommunikativer Modus: ernst, fröhlich, liebevoll, lustig, ängstlich, peinlich, melancholisch, hoffnungsvoll, resigniert, gereizt, feierlich, spontan, demonstrativ, konfrontativ, theatralisch, eloquent, ironisch, satirisch, …
- Grundalgen der Animation (Keyframes, Inbetweens, Loops), Geschichte
- Filmische Sprache (z.B. Einstellungsgrössen, Perspektive, Kamerafahrt, Schnitt, Montage inkl. Rhythmus und deren Aussagewirkung)
Auftrag
Erstellt alleine oder zu zweit ein 15–30 Sekunden langes Reel, in dem eine menschenähnliche Figur passend zu einem selbst aufgenommenen Alltagsgeräusch tanzähnlich performt. Das Geräusch darf geloopt werden – aber keine Musik oder komponierte Klänge enthalten. Entwickelt zunächst ein grobes Konzept mit Stichworten und ein Storyboard, das eure Idee zum Geräusch, zur Stimmung und den Bewegungsabläufe zeigt. Oder fängt zuerst ein inspirierendes und klares Geräusch auf, wonach ihr darauf reagiert.
Zeichnet anschliessend eure Animation mit klassischer Bild-für-Bild-Technik mit 12 fps. Ihr dürft als Grundlage eigene kurze Videosequenzen eurer Bewegungen nutzen, um daraus Schlüsselbilder zu zeichnen und weiterzuentwickeln – müsst aber nicht, da je nach Modus dies auch kontraproduktiv sein kann. Achtet auf fliessende Übergänge, glaubwürdige Bewegung, Bildrhythmus und Loops. In der Montagephase kombiniert ihr Bild und Ton, spielt mit filmischen Gestaltungsmitteln (Kameraeinstellungen, Schnitte, Perspektiven, Bewegung im Raum) und gestaltet die Wirkung stimmig zu eurem Geräusch.
Kriterien
- Animation: Darstellung einer tanzähnlichen Bewegung einer Figur im Raum durch zeichnerische Animation überzeugt (2x)
- Wirkung und Modi: Farben, Formen, Bewegung etc. spielen kreativ mit dem Geräusch, die gestalterischen Modi unterstützen und sind konsequent (2x)
- Filmische Mittel: Kamera, Schnitt, Dramaturgie, Story überzeugen (1x)
- Bonus/ Malus: Gesamteindruck, Einhaltung der Vorgaben, Unerwartetes…
Vorgaben/ Material
- Arbeit alleine oder im Team zu zweit
- Eigenes Alltagsgeräusch (Smartphone-Audio bei Bedarf mit Mikrofon, Originalaufnahme, loopbar, keine Musik oder Fremd-Sounds)
- Digitale Animation und Montage mit geeigneten Programmen/ Geräten (digital Zeichnen in Adobe Fresco, unterstützende Aufnahmen mit der Smartphone-Kamera, evtl. Audition, Premiere Rush für Montage und Export)
- Clip: 15–30 Sekunden, 9:16 (Hochformat, 1080 × 1920 px), > 12 fps
- Abgabeordner enthält:
- Finaler Clip mit klarem Audio (mp4, ohne Wasserzeichen/ Logo-Filter)
- Konzept mit (ursprünglichen) Storyboard (PDF oder Foto)
- Ordner- und Dateibenennung: Nachnamen_Titel_…
- Rechte und Fair Use: nur eigenes Bild-/Tonmaterial; keine urheberrechtlich geschützten Werke; Einverständnis bei Personenaufnahmen
Beitragsbild: Studien nach einem antiken Kopf, Bein- und Fußstudien, Edgar Degas, ca. 1854/1855 (gemeinfrei via wm)
