Modul: Praktische und theoretische Werkanalysen

In diesem Modul werden praktische und theoretische Zugänge zur Kunstgeschichte und visuellen Medienwelt erarbeitet. (Modul in Arbeit)

Schwur der Horatier, 1784, David Jacques-Louis (1748-1825), Louvre

Ziele und Kompetenzen

  • Differenzierte und strukturierte Werkanalysen
    • Wissenschaftlich-theoretische Analyse mit Fokus auf den formal-analytischen Ansatz (werkimmanent von einer formalen Äusserung im Werk zur einer Aussage finden)
    • Ästhetisch-praktische Analysen (werkimmanent mittels praktischer Auseinandersetzung einen Werkzugang finden)
  • Einblick in die Kunstgeschichte
  • Kritischer Umgang mit visueller Umgebung und Medien

Wiederholung und Booster

Theorie und Geschichte

Theorie zu den theoretischen und praktischen Werkanalysen

Ästhetisch-praktische Werkzugänge

  • Rezeptiv-praktisch (kopieren, vereinfachen, ordnen)
  • Interpretativ-praktisch (übersetzen, transformieren, interpretieren)
  • Konstruktiv-praktisch (erweitern, kombinieren, konstruieren)

Wissenschaftlich-theoretische Werkzugänge am Bsp. des werkimmanenten formal–analytischen Ansatzes
(1. & 2. Deskription, 3. Interpretation)

  1. Was ist dargestellt? (Inhalt: Denotat)
  2. Wie ist es dargestellt?
  3. Was ist die (oder eine) abgeleitete Interpretation davon? (Inhalt: Konnotat und weiterführende Deutung in Bezug auf den allgemeinen Kontext wie Akteure, Biografie, Absicht, Geschichten, Verhalten in der Gesellschaft etc.)

Katalog zur Deskription des WIE (siehe weiter ADM)

  • Grundelemente
  • Gestaltung der Grundelemente
    • Beschreibung einzelner Grundelemente
    • Beschreibung der Kontraste (Grösse, Härte, Beziehungen) und…
    • Komposition (Ballung vs. Streuung, Symmetrie vs. Asymmetrie, Reihung, Rhythmus und andere geometrische Anordnungen wie Diagonal-, Kreis-, Dreieckskomposition, goldener Schnitt etc.)
  • Konzepte

Übungen

Aufträge

  • Analyseauftrag mit praktischem und theoretischem Werkzugang
    • Wähle ein Gemälde aus der frühen Neuzeit, späten Neuzeit oder klassischen Moderne aus (oder via google Arts & Culture).
    • Alternativ kann der Auftrag nach Absprache auch mit einem Gemälde aus einem nahelegendem Museum (bzw. Katalog) umgesetzt werden.
    • Gestalte zu deinem Werk ein Plakat mit folgenden Elementen:
      • 1./3 – Wirklichkeitsnahe Werkkopie mit Kerndaten;
      • 2./3 – Praktische Auseinandersetzung mit mindestens je einen a) rezeptiven, b) interpretativen und c) konstruktiven Zugang, der beeindruckt und die Werkwahrnehmung erweitert;
      • 3./3 Theoretische Auseinandersetzung mit drei relevanten, werkimmanent Interpretationssträngen, fachsprachlich präzise visuelle Beschreibung führen als Argumente zu je einem aussagekräftigen Satz (jeweils: was, wie, Interpretation);
      • Bonus/Malus – Das Gesamtlayout soll mit den einzelnen Elementen auf dem Plakat grafisch ansprechend umgesetzt werden. Die Vorgaben sind einzuhalten. Zusätzlich kann auch positiv Unerwartetes eingebaut werden.
    • Material: analog, Mischtechnik auf A3 im Quer- oder Hochformat (Bleistift, Fineliner, Farbstifte, Neocolor, lasierende Gouache, …)
  • Analyseauftrag mit praktischem Werkzugang (Beispiel)


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