In diesem auf sehr ergebnisoffen bedachtem Auftrag geht es um die gestalterisch-künstlerische Erforschung von Raum und Bild.
Lernziele
- Polyvalente Bildräume kennenlernen und sich damit auf eine gestalterisch-künstlerischen Auseinandersetzung einlassen
- Eigene Auseinandersetzung mit unkonventionellen Lösungen von Bildraumdarstellungen
- Selbständiges künstlerisches Forschen und Prozessarbeit
Vorkenntnisse/ Vorarbeit
- Bildraumdarstellungen und deren Funktionen kennen (Einführung)
- Phänomene und Prinzipien der menschlichen Wahrnehmung verstehen
- Bildbetrachtung von polyvalenten Bildräumen (in der Kunstgeschichte)
Auftrag
Setze dich künstlerisch mit polyvalenten Bildraumdarstellungen auseinander und gestalte dazu ein kreatives Werk. Achte auf eine gestalterisch gekonnte Umsetzung. Du kannst analog oder digital sowie bildnerisch oder dreidimensional arbeiten. Zur Inspiration darfst du von bestehenden Lösungen ausgehen. Jedoch ist zwingend eine eigene Adaption nötig oder eine vollständige eigene Umsetzung zu entwickeln. Das Werk muss Motive aus der Schule enthalten bzw. sich thematisch mit der Schule beschäftigen. In einer kurzen Dokumentation mit eigenem Namen und Werktitel sind die verwendeten Inspirationen, Materialien und Verfahren sowie die Lösungen mit den spezifischen Fachbegriffen der Bildraumdarstellung festzuhalten bzw. zu umschreiben (direkt auf der Rückseite oder als separates kleines Dokument).
Hilfsbeispiele
Einstiegsaufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden:
- Fotoserie zu einem Schulhaus-Thema mit der drôle de perspective
- Futurismus-artige Fotocollage von Bewegungen der Aussentreppen
- Hockney zu Handypanorama-Experimente zu neuen Bildraumlösungen
- Versteckte Bildanamorphosen in den Schulanschlagbretter oder langgezogene Anamorphosen mit Kreide draussen am Boden
- Raum-Anamorphose mit Klebeband in der Schulzimmerecke
- Zylinder- oder andere Spiegelanamorphosen von …
- AR-Raum-Anamorphose mit Adobe PS und Aero im Korridor
- Kompositbilder mit Schulmaterial im Schulzimmer
- Kleine Trompe l’oeil Zeichnungen auf dem Schulpult
- Linear gezeichnete Wende oder Kippbilder des Schulgebäudes
- Weiterentwicklung von Reutersvärd unmöglichen Figuren mit der Schule
- Die Schultreppe und Innenräume werden zu Eschers Konvex Konkav
- Funktions– oder Explosionszeichnung der Schulhaustoiletten
- Analytischer Kubismus von der Mensa mit Acryl auf Malkarton
- Etc. etc. etc. …eigene Beispiele sind sehr willkommen!
Material
- Analog bis digital, bildnerisch, dreidimensionale bis räumliche Verfahren
- Anforderungen entsprechend dem eigenen Thema und Möglichkeiten der Schule (Zusatzmaterialien nach Absprache mit der Lehrperson möglich)
- Installationen auf dem Schulgelände sind nur in Absprache mit der Lehrperson und HauswartIn umzusetzen
Kriterien
Schwierigkeitsgrad und Eigenleistung werden berücksichtig (Kopie ist schlecht, Variation und Adaption zum eigenen Thema ist besser, virtuose Weiterentwicklung ist toll und Eigenentwicklung ist top)
- Die Behandlung des Themas Bild und Raum ist intensiv und eindrucksvoll
- Produkt im entsprechenden Medium ist formal, technisch sowie inhaltlich gekonnt gestaltet
- B/M (Gesamteindruck, Einhaltung der Vorgaben, Unerwartetes, …)
Beitragsbild: Früchtekorb, Arcimboldo, 1590 (gemeinfrei wm)
