{"id":588,"date":"2019-08-08T12:52:35","date_gmt":"2019-08-08T12:52:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/2019\/08\/08\/farbenlehre\/"},"modified":"2024-11-10T20:36:14","modified_gmt":"2024-11-10T20:36:14","slug":"einfuehrung-farbenlehre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/einfuehrung-farbenlehre\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung in die Farbenlehre"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Farbenlehre z\u00e4hlt in der Kunst, Architektur und im Design zu den wichtigsten formalen Gestaltungslehren. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ihre Relevanz ist vergleichbar mit der Formen-, <a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=267;kompositionslehre&amp;catid=40\">Kompositions<\/a>&#8211; oder <a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=265;perspektivenlehre&amp;catid=40\">Perspektivenlehre<\/a>. Dieser Beitrag beschreibt unter anderem die Ordnung, Wirkung und andere Funktionen der Farbe. Nicht besprochen werden Elemente der Maltechnik, wie etwa Lasurtechniken oder das Arbeiten mit der Malpalette, und auch nicht der Materiallehre, wie etwa die Malmittel (siehe hierzu <a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=146;malmittel&amp;catid=40\">Malmittel<\/a>, siehe allenfalls auch die <a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=269;kurzeinfuehrung-farbenlehre&amp;catid=40\">Kurzeinf\u00fchrung zur Farbenlehre<\/a>).<\/p>\n\n\n<h2>\u00dcber die Farbenlehre<\/h2>\n<p>Das Thema Farbe findet in <strong>wissenschaftlichen Disziplinen<\/strong> wie Physik, Chemie, Biologie oder Psychologie einen prominenten Platz. Ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Farbe ist auch <strong>\u00f6konomisch<\/strong> und <strong>politisch<\/strong> relevant, da sich mit einem bewussten Einsatz von Farbe ein Produkt, eine Botschaft oder ein Image besser vermitteln l\u00e4sst. Nicht zuletzt ist Farbe f\u00fcr die <strong>Klutur, Gesellschaft und das Individuum<\/strong> immanent, ja sogar konstitutiv &#8211; also grundlegend. Farbe ist aber auch im <strong>Alltag<\/strong> jederzeit in profanen Belangen pr\u00e4sent, wenn es beispielsweise darum geht, uns im Strassenverkehr zu bewegen oder auch etwa auf die Ver\u00e4nderung der Gesichtsfarbe von unserem Gegen\u00fcber zu reagieren. Und selbstverst\u00e4ndlich ist Farbe in allen Bereichen der <strong>Kunst- und Gestaltung<\/strong> von zentraler Bedeutung, wie in der Mode, Bildenden Kunst, Architektur oder auch im Film, Grafik- und Gamedesign. Insbesondere K\u00fcnstler, Universalgelehrete und Naturwissenschaftler haben interessante Beitr\u00e4ge zur Farbenlehre eingebracht. In der Kunst- und Gestaltungspraxis kann die Farbenlehre unter anderem nebst der Geschichte Malfarbe und der Geschichte der Farbenlehre einfachheitshalber in drei Bereiche gegliedert werden. Erstens: Was ist Farbe? Zweitens: Wie l\u00e4sst sich Farbe ordnen? Und drittens: Wie ist die Wirkung und der Einsatz der Farbe?<\/p>\n<h2>Was ist Farbe?<\/h2>\n<p>Ein allgemeines Verst\u00e4ndnis vom Prozess des Sehens und der Farbwahrnehmung hilft zu verstehen, was Farbe eigentlich ist. Farbe ist genau genommen keine Eigenschaft von einem Gegenstand oder einem Licht. Farbe ist vielmehr die Interpretation eines Teils jenes <strong>sichtbaren Spektrums<\/strong> elektromagnetischer Wellen, der etwa von einem <strong>Farbmittel<\/strong> reflektiert oder von einem <strong>Leuchtmittel<\/strong> ausgestrahlt wird. Werden Farbmittel wie bei einer Malfarbe gemischt, spricht man physikalisch bedingt von <strong>subtraktiver<\/strong> Farbmischung. Dabei wird Licht entzogen und die Mischfarbe wird insgesamt dunkler. Werden hingegen Lichtstrahlen von Leuchtmitteln wie etwa bei Dioden eines Handybildschirms gemischt, spricht man von <strong>additiver<\/strong> Farbmischung. Hier werden die Lichtstraheln zusammengelegt und die Mischfarbe wird heller. Banal gesprochen k\u00f6nnte man dabei von Materialfarben und Lichtfarben sprechen. Der Weg des Lichts vom Farbreiz bis zur Farbempfindung durchl\u00e4uft einen physikalischen, physiologischen und psychologischen Prozess. Viele Faktoren beeinflussen diesen Weg. Was wir wie wahrnehmen, h\u00e4ngt deshalb entsprechend auch von der Lichtgebung, dem Sehapparat und von unserer Verarbeitung im Gehirn ab, was evolutions-, kultur- und pers\u00f6nlichkeitsbedingt ist. Betrachten zwei Menschen den selben Gegenstand, muss das nicht heissen, dass sie diesen gleich wahrnehmen. Aber sie tauschen sich dar\u00fcber aus, verhandeln, konfigurieren ihr &#8222;System&#8220; und kommunizieren damit. Ist man sich dessen bewusst und kennt die Details, kann man in der Gestaltungspraxis und im Alltag die Farben besser handhaben. Zusammenfassend kann man sagen, dass Farbe eine <strong>Interpretation<\/strong> <strong>elektromagnetischer Wellen ist, welche einen physikalischen, physiologischen und psychologischen Prozess<\/strong> durchl\u00e4uft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Seeing_red.jpg?uselang=de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/88\/Seeing_red.jpg\/640px-Seeing_red.jpg?uselang=de\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"227\" \/><\/a><\/p>\n<p>a) Der Weg des Lichts bis zur Farbempfindung<\/p>\n<h2>Die Ordnung der Farbe<\/h2>\n<h3>Modelle und Farbdimensionen<\/h3>\n<p>Der Begriff Farbmodell wird in den verschiedenen Disziplinen unterschiedlich streng definiert. In der Kunstp\u00e4dagogik und Gestaltungspraxis versteht sich der Begriff Farbmodell relativ offen f\u00fcr jegliches System, um Farbwerte zu bestimmen und ihre Zusammenh\u00e4nge zu erfassen. Einfache Farbmodelle wie die Farbsonne machen p\u00e4dagogisch Sinn, um sich dem Thema Farbe anzun\u00e4hern. Komplexere Modelle finden in der Gestaltungspraxis und Computerverarbeitung Verwendung. In der analogen und digitalen Gestaltungspraxis begegnet man insbesondere den drei Modellen HSB, CMY und RGB. Diese Modelle bieten eine gute Orientierung und sind zugleich mathematisch verbindlich, da die Farben mit Zahlenwerten bezeichnet und berechnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Gestaltungspraxis zeigt sich davon insbesondere das <strong>HSB<\/strong>-Modell (bzw. HSV, HSL) als sehr hilfreich, da dieses Modell mit seinen drei Farbdimensionen <strong>Farbton<\/strong> (Hue), <strong>S\u00e4ttigung<\/strong> (Saturation) und <strong>Helligkeit<\/strong> (Brightness bzw. Value oder Lightness) auch unserem Wahrnehmungsmuster und t\u00e4glichen Sprachgebrauch nahe kommt. Das <strong>CMY<\/strong>-Modell dient der Mischung von <strong>Materialfarben<\/strong> und basiert auf den Grundfarben der <strong>subtraktiven<\/strong> Farbmischung Cyan-Blau, Magenta-Rot und Gelb (Yellow). Diese Grundfarben sind f\u00fcr den Vierfarbendruck (CMYK) optimiert, dem wir im Offsetdruck oder zuhause bei einem einfachen Tintenstrahldrucker begegnen. Dabei wird zus\u00e4tzlich mit Schwarz (Key) als Schl\u00fcsselfarbe die Farbtiefe und der Kontrast verst\u00e4rkt. Zum Grundverst\u00e4ndnis kann es aber auch dem Malen mit Gouache und Acryl dienen. Das <strong>RGB<\/strong>-Modell leitet sich hingengen von den Grundfarben in der <strong>additiven<\/strong> Farbmischung mit den <strong>Lichtfarben<\/strong> Rot, Gr\u00fcn und Blau ab. Dieses Modell findet etwa in der Fotografie oder digitalen Bildgestaltung Verwendung. Mit diesen wenigen drei Farbmodellen l\u00e4sst sich bereits in einem breiten Gestaltungsbereich sehr gut arbeiten.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 220px;\">\u00a0<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:KueppersColorsSun.svg?uselang=de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/3\/36\/KueppersColorsSun.svg\/240px-KueppersColorsSun.svg.png?uselang=de\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a><\/td>\n<td style=\"width: 20px;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 320px;\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:HSLSphere.svg?uselang=de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/0d\/HSLSphere.svg\/640px-HSLSphere.svg.png?uselang=de\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<p>a) Harald K\u00fcppers Farbsonne findet oft im Kunst- und Gestaltungsunterricht Verwendung<\/p>\n<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\">b) Das HSB-Modell &#8211; hier in einer Farbkugel visualisiert &#8211; erfasst die drei Farbdimensionen Farbton, S\u00e4ttigung und Helligkeit (by SharkD von wikimedia commons)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Cmyk-rgb.jpg?uselang=de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/5b\/Cmyk-rgb.jpg?uselang=de\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"181\" \/><\/a><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Gimp_color_selector_03.gif?uselang=de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/1\/1f\/Gimp_color_selector_03.gif\" alt=\"\" width=\"317\" height=\"200\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">c) Visualisierung der additiven und subtraktiven Farbmischung bzw. Lichtfarben und Materialfarben<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\">d) Im Farbw\u00e4hler der meisten Bildbearbeitungsprogrammen kann mit den Modellen HSV, RGB und CMYK gearbeitet werden (hier Gimp)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Farbbeziehungen<\/h3>\n<p>Die Kenntnis zur Bezeichnung von Farbbeziehungen erlauben einen logischen Zugang zu Farbkombinationen. Am besten stellt man sich dazu ein Farbmodell zur Visualisierung der Farbrelationen vor. <strong>Analoge<\/strong> Farben beschreiben das Verwandtschaftsverh\u00e4ltnis von Farben, die in einem Farbtonkreis nahe beieinander liegen wie Orange- und Rott\u00f6ne oder Violett- und Blaut\u00f6ne. Diese Farben besitzen einen kleinen Farbtonunterschied. Farben, die sich hingegen 180 Grad gegen\u00fcber stehen, wie etwa Rot und Gr\u00fcn oder Gelb und Blauviolett, nennt man <strong>komplement\u00e4r<\/strong>. <strong>Monochrome<\/strong> Farben besitzen denselben Farbton. So gilt eine blaufarbene Fotografie wie die Cyanotypie als monochromes Bild. <strong>Achromatische<\/strong> Farben zeigen gar keinen Farbton und gehen von Schwarz \u00fcber verschiedene Graustufen bis Weiss, sie sind unbunt. Graustufenbilder oder Schwarzweissbilder besitzen somit nur achromatische Farben. <strong>Chromatische<\/strong> Farben hingegen bezeichnen alle bunten Farben, die bei einer Farbkugel nicht auf der Nords\u00fcd-Achse oder &#8211; enger definiert &#8211; sogar nur jene Farben, die nur auf dem \u00c4quator stehen.<\/p>\n<p><strong>Kalte- und warme<\/strong> Farben beschreiben die Temperaturwirkung von Farben. Ist eine Farbe n\u00e4her beim warmen Pol (Rot) und eine ander n\u00e4her beim kalten Pol (Blau), gilt die erste als kalt und die zweite als warm. Farbtemperaturen sind jedoch <strong>relativ<\/strong> zu verstehen. Ein Gr\u00fcn kann neben einem Cyan-Blau warm wirken, w\u00e4hrend es neben einem Rot kalt wirkt. Wie in der Musik kann man bei einem Zusammenspiel von mehreren Farben von einem Klang bzw. von einem <strong>Farbklang<\/strong> sprechen. So gibt es auch in der Farbenlehre Zwei-, Drei- oder Vierkl\u00e4nge. Diese k\u00f6nnen harmonisch oder disharmonisch, ruhig oder nerv\u00f6s, introvertiert oder extrovertiert wirken. Zur Gestaltung eines Looks in der Mode oder\u00a0f\u00fcr ein Corporate Design arbeitet man hierf\u00fcr mit <strong>Farbpaletten<\/strong>, die eine gut abgestimmte Auswahl von wenigen aber verbindlichen Farbwerten definieren und ganz gezielt Farbkl\u00e4nge und Stimmungen erzeugen. Mit einer kleinen Farbpalette kann bereits ein bestimmtes Zielpublikum mit einer bestimmten Message angesprochen werden.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #0000ff; border-style: solid; border-image: none 100% \/ 1 \/ 0 stretch; border-width: 0px; width: 50px;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 50px; background-color: #000099;\">\u00a0<\/td>\n<td>Bsp. analoge Farben (nahe Farbt\u00f6ne, d.h. ein kleines Segment auf dem Farbtonkreis)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 50px;\">\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #474747; border: 0px solid #000000;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 50px; background-color: #8f8f8f;\">\u00a0<\/td>\n<td>Bsp. achromatische Farben (nur Schwarz, Weiss und Grau und somit keine S\u00e4ttigung)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 50px;\">\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border-style: solid; border-image: none 100% \/ 1 \/ 0 stretch; border-width: 0px; background-color: #ff0000;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 50px; background-color: #ff8888;\">\u00a0<\/td>\n<td>Bsp. monochrome Farben (ein einziger Farbton aufgehellt oder abgedunkelt)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Farbkontraste<\/h3>\n<p>Ein Farbkontrast beschreibt den <strong>Unterschied<\/strong> zwischen zwei oder mehreren, meist aneinandergrenzenden Farben. Farbkontraste leiten sich von der allgemeinen Kontrasttheorie ab und k\u00f6nnen in ihrem Charakter dementsprechend <strong>gross oder klein<\/strong> sowie <strong>hart oder weich<\/strong> sein. Der K\u00fcrze halber versteht man beim Begriff Farbkontrast oft, dass ein grosser Farbkontrast besteht. Da es drei verschiedene Farbdimensionen gibt (HSB), kann man demenstprechend auch drei genuine Kontrastdimensionen bennenen. Der <strong>Farbtonkontrast<\/strong> ist der einfachste Farbkontrast. Hierbei geht es um den Unterschied zwischen den Farbt\u00f6nen. Der st\u00e4rkste Farbtonkontrast eines Zweiklangs steht im Farbtonkreis komplement\u00e4r gegen\u00fcber. Farben mit einem kleinen Farbtonkontrast nennt man analoge Farben. Der zweite Kontrast, der <strong>S\u00e4ttigungskontrast<\/strong> beschreibt den Unterschied in der Reinheit- bzw. im S\u00e4ttigungsgrad der Farben.\u00a0Der <strong>Helligkeitskontrast<\/strong> ist der dritte Kontrast im Bund und meint zum einen, wie der Unterschied der Weiss- bzw. Schwarzanteile in den Farben sind. Zu beachten ist, dass auch ges\u00e4ttigte Farben (nicht vermischt mit Schwarz, weiss oder Grau) einen Helligkeitsunterschied aufweisen. So ist Gelb ein heller und Violett eine dunkler Farbton. Zu diesen drei Dimensionen gibt es noch den Farbtemperatur- und Quantit\u00e4tskontrast. Der <strong>Farbtemperaturkontrast<\/strong> ist verwandt mit dem Farbtonkontrast und bezieht sich auf den Temperaturunterschied der Farben. Warme Farben stehen n\u00e4her zum roten Pol und kalte zum blauen Pol. Der <strong>Quantit\u00e4tskontrast<\/strong> ist eigentlich kein Farbkontrast sondern ein Form- bzw. Fl\u00e4chenkontrast. Traditionellerweise wird dieser jedoch zu den Farbkontrasten gez\u00e4hlt. Dieser Quantit\u00e4tskontrast bezieht sich auf die mengenm\u00e4ssige Verteilung der Farben, wobei jede Farbe eine andere Gewichtung mit sich bringt. Ein ausgeglichenes Fl\u00e4chenverh\u00e4ltnis zweier Farben ist nicht unbedingt in der Gr\u00f6sse von 1 : 1 gegen\u00fcberzustellen. So ben\u00f6tigt Violett ein Vielfaches seiner Fl\u00e4che, um mit Gelb im Gleichgewicht zu stehen.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-182\" style=\"float: left;\" title=\"Kontrast_Farbton_gross_ku-ts\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/Kontrast_Farbton_gross_ku-ts.gif\" alt=\"Kontrast_Farbton_gross_ku-ts\" width=\"341\" height=\"29\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><address>\u00a0a) Bsp. starker Farbtonkontrast<\/address><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-183\" style=\"float: left;\" title=\"Kontrast_Farbton_klein_ku-ts\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/Kontrast_Farbton_klein_ku-ts.gif\" alt=\"Kontrast_Farbton_klein_ku-ts\" width=\"341\" height=\"29\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><address>\u00a0 b) Bsp. schwacher Farbtonkontrast<\/address><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00a0<a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=95;die-farbkontraste&amp;catid=40\">Zu den Details!<\/a><\/p>\n<h2>Die Wirkung und andere Funktionen der Farbe<\/h2>\n<h3>Farbkontrasteffekte<\/h3>\n<p>Kontrasteffekte sind meist <strong>physiologisch bedingte Ph\u00e4nomene<\/strong>, die bei speziellen Farbkontrasten durch den Korrekturvorgang der menschlichen Wahrnehmung entstehen und visuelle Effekte hervorrufen. Drei Kontrasteffekte sind in der Gestaltung mit Farbe besonders relevant. Beim <strong>Simultankontrast<\/strong> geht es darum, dass zwei nebeneinander liegende Farben sich gegenseitig beeinflussen. Das heisst, dass eine Farbe in ihrer Wirkung etwas von der Komplement\u00e4rfarbe ihrer Nachbarsfarbe aufnimmt.\u00a0Der <strong>Komplement\u00e4rkontrast<\/strong> ist ein Spezialfall des Simultankontrasts. Er stellt sich nur ein, wenn zwei Farben direkt nebeneinander zu sehen sind, welche sich im Farbkreis diametral gegen\u00fcberstehen &#8211; also Komplement\u00e4rfarben. Durch die gegenseitige Beeinflussung verst\u00e4rkt sich die jeweilige Farbwirkung seiner selbst, sie \u00fcbersteuern sich gegenseitig. Rot wirkt neben Gr\u00fcn noch roter und Weiss neben Schwarz noch weisser. Insbesondere beim Komplement\u00e4rkontrast mit chromatischen Farben entsteht ein unangenehmes Flimmern im Auge, was in der Gestaltung teils gerne zur Aufmerksamkeitssteigerung genutz wird.\u00a0Der <strong>Sukzessivkontrast<\/strong> beruht auf der Tr\u00e4gheit des menschlichen Auges, was etwa nach einem Blick in die Sonne gut zu sp\u00fcren ist. Wenn die wahrgenommene Farbe schlagartig wechselt oder die Blickrichtung ge\u00e4ndert wird, sehen wir nachfolgend (sukzessiv) f\u00fcr einige Sekunden die Gegenfarbe, wodurch ganze Nachbilder entstehen k\u00f6nnen. Alle drei Kontrasteffekte erfahren im Umgang mit Farbkontrasten besondere Aufmerksamkeit, da sie die Produktion und Rezeption von Gestaltungsprodukten stark mitpr\u00e4gen.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 200px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-192\" style=\"float: left;\" title=\"simultan_blau_ku-fs\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/simultan_blau_ku-fs.gif\" alt=\"simultan_blau_ku-fs\" width=\"115\" height=\"86\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 200px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-193\" style=\"float: left;\" title=\"Simultan_gelb_ku-ts\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/Simultan_gelb_ku-ts.gif\" alt=\"Simultan_gelb_ku-ts\" width=\"115\" height=\"86\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<td>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-29\" style=\"float: left;\" title=\"platzhalter\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/platzhalter.gif\" alt=\"platzhalter\" width=\"12\" height=\"12\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 200px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-195\" style=\"float: left;\" title=\"Komplementaer_gruenmagenta_ku-ts\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/Komplementaer_gruenmagenta_ku-ts.gif\" alt=\"Komplementaer_gruenmagenta_ku-ts\" width=\"115\" height=\"58\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<td>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-29\" style=\"float: left;\" title=\"platzhalter\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/platzhalter.gif\" alt=\"platzhalter\" width=\"12\" height=\"12\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 200px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-196\" style=\"float: left;\" title=\"Komplementaer_Schwarzweiss_ku-ts\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/Komplementaer_Schwarzweiss_ku-ts.gif\" alt=\"Komplementaer_Schwarzweiss_ku-ts\" width=\"115\" height=\"58\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><address>a)Der Simultankontrasteffekt wird einzeln ohne Vergleich kaum wahrgenommen<\/address><\/td>\n<td valign=\"top\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\"><address>b) Im Vergleich wirkt hier dasselbe Grau etwas dunkler, was auf den Simultankontrasteffekt zur\u00fcckzuf\u00fchren ist<\/address><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\"><address>c) Ein chromatischer Komplement\u00e4rkontrasteffekt kann ein unangenehmes Seherlebnis ausl\u00f6sen, die Farben &#8222;schwimmen&#8220;<\/address><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\"><address>d) Auch beim achromatischen Komplement\u00e4rkontrasteffekt steigern sich die Farben, das eingeschlossene Weiss wirkt &#8222;weisser&#8220; als Weiss<\/address><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=95;die-farbkontraste&amp;catid=40\">Zu den Details!<\/a> (nach unten scrollen)<\/p>\n<h3>Farbwirkung und Farbsymbole<\/h3>\n<p>Farben haben eine psychologische Wirkung und symbolische Bedeutung. Obwohl Farben auf jeden Menschen zu einem gewissen Anteil individuelle Reaktionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, existieren aufgrund nat\u00fcrlicher Erfahrung sowie der Wahrnehmung und Gestaltung der kollektiven Umwelt Gemeinsamkeiten in der <strong>psychologischen Farbwirkung<\/strong>. Teils wird sogar behauptet, dass durch genetische Erfahrung die Reaktionen auf Farben in ein kollektives Unterbewusstsein eingedrungen sei. Wie auch immer, Farben l\u00f6sen bei den Menschen eine <strong>unmittelbare<\/strong> und \u00e4hnliche psychische bis k\u00f6rperliche Reaktion aus. Gelb und Rot wirken beispielsweise anregend, Blau beruhigend. Bei unterschiedlichen Raumfarben k\u00f6nnen sich so Herzschlag und Blutdruck ver\u00e4ndern, dass die gleiche Umgebungstemperatur verschieden wahrgenommen wird. So hat jede Farbe unmittelbar ihre eigene Wirkung, was in jedem Gestaltungsprozess zu ber\u00fccksichtigen ist. Die <strong>Farbsymbolik<\/strong> hingegen wirkt weniger unmittelbar als die psychologische Wirkung. Diese muss aktiv erlernt werden und ist abh\u00e4ngig von Kulturkreis zu Kulturkreis, d.h. auch von Zeit und Raum. Die Farbsymbolik stellt sich \u00fcber die <strong>Konventionen<\/strong> der jeweiligen Kultur ein. So wurde die Farbe Rot Mitte des 20. Jahrhundert in unserem Kulturkreis st\u00e4rker als heute mit dem Kommunismus <strong>konnotiert<\/strong> und im 19. Jahrhundert noch gar nicht. Trotz teils triftigen Zuordnungen macht ein verbindliches Lexikon zur Farbwirkung und Farbsymbolik keinen Sinn, da etwa feine Farbunterschiede starken Auswirkungen haben oder sich\u00a0 Bedeutungszuordnung schlagartig \u00e4ndern k\u00f6nnen. Dennoch ist der Versuch einer tabellarischen Auflistung von Wirkung und Symbolik als Zugang zur Farbe und einem Farbverst\u00e4ndnis unterst\u00fctzend, wie dies unten und nachfolgend im verlinkten Beitrag versucht wird.<\/p>\n<table cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td><strong>Psychologische Farbwirkung<\/strong><\/td>\n<td><strong>Farbsymbolik<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ff0000; border: 1px solid #000000;\">Bsp. ROT<\/td>\n<td>warm, kraftvoll, exzentrisch, extrovertiert<\/td>\n<td>Feuer, Liebe, Leidenschaft, Kraft, Aggression, Gefahr<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: yellow; border: 1px solid #000000;\">Bsp. GELB<\/td>\n<td>warm, heiter, grell, aufdringlich, stolz<\/td>\n<td>Sonne, Ewigkeit, Optimismus, Neid und Eifersucht<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: black; border: 1px solid #000000;\"><span style=\"color: #999999;\">Bsp. SCHWARZ<\/span><\/td>\n<td>d\u00fcster, schwer, feierlich<\/td>\n<td>Finsternis, Tod, Trauer, B\u00f6se, Ernsthaftigkeit<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=245;wirkung-und-symbolik-von-farbe&amp;catid=40\"><br \/>Zu den Details der Farbwirkung und Farbsymbolik!<\/a><\/p>\n<h3>Farbfunktionen<\/h3>\n<p>Farben k\u00f6nnen in einem Bild verschiedenen eingesetzt werden. Hierbei spricht man von Farbfunktionen. Es gibt wirklichkeitsnachahmende (Mimesis) und erweiterte Farbfunktionen. Bei der <strong>Gegenstandsfarbe<\/strong> wird die stilisierte, wirklichkeitsnahe Farbe eines Objekts wiedergegeben. Besonders Kinder folgen lange dieser Farbfunktion (der Himmel ist blau). Bei der <strong>Lokalfarbe<\/strong> geht es darum, den Gegenstand lokal in der wirklichkeitsnahen gegebenen Lichtsituation darzustellen (Spitzlicht, Eigenschatten, Schattenwurf usw.). Die <strong>Erscheinungsfarbe<\/strong> ist eine Steigerung zur Lokalfarbe. Diese wird nun in atmosph\u00e4rischer Adaption (Farbperspektive, Luftperspektive) gezeigt. Ein weit entfernter Nadelwald kann dabei an einem sch\u00f6nen Sommertag bl\u00e4ulich oder eine Stadtansicht bei Nebel ged\u00e4mpft wirken. Zu diesen mimetischen Farbfunktionen kommen weitere dazu. Die Wirk- bzw. <strong>Ausdrucksfarbe<\/strong> wird dann eingesetzt, wenn es nicht so sehr um Wirklichkeitsn\u00e4he, sondern um eine Stimmung oder ein Gef\u00fchl geht, das ausgedr\u00fcckt werden will. So kann ein eine brutale Kampfszene durchg\u00e4ngig in roten, d\u00fcsteren Farben gemalt werden, obwohl diese in Wirklichkeit nicht so ausschauen w\u00fcrde. Bei der <strong>Symbolfarben<\/strong> geht es um die Verbindung der Farbe mit einer nicht direkt erkennbarer Bedeutung, die zur Konvention geworden ist. Eine weisse Taube ist nebst ihrem Wesen als Taube auch ein Zeichen f\u00fcr Frieden. Weiss ist hier zugleich Gegenstandsfarbe und Symbolfarbe. Die <strong>absolute Farbe<\/strong> meint hingegen nichts ausser sich selbst. Der Einsatz von weisser Farbe bedeutet bei dieser Farbfunktion nicht, dass es um Frieden geht. Die weisse Farbe bezieht sich nur auf sich selbst, sie sagt lediglich: Ich bin weiss.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 240px;\" valign=\"top\">\n<p><strong>Bsp. Lokalfarbe<\/strong><\/p>\n<p>Die Lokalfarbe zeigt die Materialfarbe mit lokaler Lichtgebung (Spitzlicht, Eigenschatten, Reflexionen, farbiges Umgebungslicht \u00fcberstr\u00f6mt die Materialfarbe&#8230;). Das Dargestellte wird damit pastisch und r\u00e4umlich greifbarer.<\/p>\n<p>Fra Angelico modelliert den Felsen und die Drapierung der Gew\u00e4nder in seinem Bild <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Angelico,_noli_me_tangere.jpg#\/media\/File:Angelico,_noli_me_tangere.jpg\">noli me tangere<\/a> (um 1440) mit Licht und Schatten (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/\">wm<\/a>). Raum und Figuren werden damit greifbarer und bringen Bild und Betrachter n\u00e4her.<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 135px;\" valign=\"top\">\u00a0<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Angelico,_noli_me_tangere.jpg#\/media\/File:Angelico,_noli_me_tangere.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/44\/Angelico%2C_noli_me_tangere.jpg\" alt=\"Angelico, noli me tangere.jpg\" width=\"135\" height=\"177\" \/><\/a><\/td>\n<td style=\"width: 30px;\" valign=\"top\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 240px;\" valign=\"top\">\n<p><strong>Bsp. Symbolfarbe<\/strong><\/p>\n<p>Der Farbeinsatz versteht sich symbolisch (rote Fahne steht in der westlichen Welt vom 20. Jh. f\u00fcr Kommunismus). Damit k\u00f6nnen komplexe inhalte sinnlich und insbesondere kognitiv vermittelt werden.<\/p>\n<p>Das rote Kissen auf das Amor kniet in der <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Angelo_Bronzino_001.jpg#\/media\/File:Angelo_Bronzino_001.jpg\">Allegorie der Liebe<\/a> (1550) von <a class=\"extiw\" title=\"de:Agnolo Bronzino\" href=\"\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Agnolo_Bronzino\">Agnolo Bronzino<\/a> symbolisiert die Wollust (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/\">wm<\/a>). Amor \u00fcberkommt beim Anblick der Venus die Wollust.<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 135px;\" valign=\"top\">\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Allegorie_der_Liebe\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/83\/Angelo_Bronzino_-_Venus%2C_Cupid%2C_Folly_and_Time_-_National_Gallery%2C_London.jpg\/380px-Angelo_Bronzino_-_Venus%2C_Cupid%2C_Folly_and_Time_-_National_Gallery%2C_London.jpg\" alt=\"\" width=\"135\" height=\"172\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=257;farbfunktionen&amp;catid=40\">Zu den Details der Farbfunktionen!<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Farbenlehre z\u00e4hlt in der Kunst, Architektur und im Design zu den wichtigsten formalen Gestaltungslehren.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1836,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[84],"tags":[],"class_list":["post-588","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-theorie"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=588"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8942,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588\/revisions\/8942"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1836"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}