{"id":513,"date":"2013-09-16T20:16:45","date_gmt":"2013-09-16T20:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/2013\/09\/16\/anordnung-am-horizont\/"},"modified":"2023-07-25T12:47:47","modified_gmt":"2023-07-25T12:47:47","slug":"anordnung-am-horizont","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/anordnung-am-horizont\/","title":{"rendered":"Anordnung am Horizont"},"content":{"rendered":"\n<p>In diesem Beitrag wird ein einfaches Verfahren zur wirklichkeitsnahen Darstellung von Objekten in einem ebenen Bildraum aufgezeigt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausgangslage<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Darstellung von Objekten im Raum erfolgt gewissen Regeln &#8211; genauer genommen: einer einzigen Regel. F\u00fcr eine korrekte perspektivische Darstellung m\u00fcssen die Objekte immer in einem bestimmten Verh\u00e4ltnis zum Horizont abgebildet werden. Bei gleich grossen Objekten bleibt bei nahen sowie bei weit entfernten Objekten das Verh\u00e4ltnis von Objekth\u00f6he zum Horizont immer gleich. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anwendungsbeispiel<\/h3>\n\n\n\n<p>Am Beispiel von gleich grossen Kugeln in einer Ebene soll dieses Prinzip kurz skizziert werden:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"220\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/IMG_2231_3.jpg\" alt=\"IMG_2231_3.jpg\" class=\"wp-image-510\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Am einfachsten ist es, dass die Kugeln den Horizont nach unten ber\u00fchren (tangential). Da der Horizont H der Augenh\u00f6he entspricht, sehen wir so direkt in den Objektscheitel hinein. Dies mag perspektivisch korrekt sein, ist jedoch gestalterisch eher ung\u00fcnstig, da dieser Spezialfall die Wahrnehmung irritiert.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"258\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/IMG_2231_2.jpg\" alt=\"IMG_2231_2.jpg\" class=\"wp-image-511\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Hilfreicher ist es, entweder die Augenh\u00f6he und somit den Horizont etwas tiefer, d.h. innerhalb der dargestellten Objekte, zu setzen. In diesem Beispiel wird ein Teilungsverh\u00e4ltnis von 1:3 ber\u00fccksichtigt. Somit ist unsere Augenh\u00f6he nur 3\/4 von den Kugeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"272\" src=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/IMG_2231_1.jpg\" alt=\"IMG_2231_1.jpg\" class=\"wp-image-512\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Oder es kann auch die Augenh\u00f6he und somit der Horizont \u00fcber der Objekth\u00f6he gesetzt werden. In diesem Beispiel wird ein Teilungsverh\u00e4ltnis von 1:1 (a:b) ber\u00fccksichtigt. Nun ist unsere Augenh\u00f6he doppelt so hoch wie die Kugeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Variationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kugeln k\u00f6nnen nun durch beliebig andere Figuren ausgetauscht werden, wie etwa f\u00fcr eine H\u00fchnerfarm, eine Schafwiese oder eine Menschenmenge. Hat man einmal dieses Prinzip verstanden, lassen sich Figuren mit unterschiedlicher H\u00f6he gestalten, indem mit einer Referenzh\u00f6he gearbeitet wird. So k\u00f6nnen grasende Schafe die ruhig stehen mit Schafen die gem\u00fctlich im Grass liegen oder aufspringen dargestellt werden, ja sogar ein etwas keineres Lamm kann dazugef\u00fcgt werden. Weiter lassen sich sogar Figuren auf verschiedenen Ebenen mit dieser Regel darstellen z.B. Menschen auf einer Treppe &#8211; solange man die Treppenh\u00f6he kennt, denkt man doch an Raffaels <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Schule_von_Athen\">Schule von Athen<\/a>. Dies funktioniert nicht nur in der Produktion sondern auch als Bildbetrachtung. Alles kann nachgemessen werden und folgt geordnet der genannten Regel. Oder ist man doch schneller mit dem Bauchgef\u00fchl? Reichlich \u00dcbung macht auch dies m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag wird ein einfaches Verfahren zur wirklichkeitsnahen Darstellung von Objekten in einem ebenen Bildraum aufgezeigt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":512,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[84],"tags":[29,36,37],"class_list":["post-513","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-theorie","tag-bildraum-perspektive","tag-komposition-bildflaeche","tag-landschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=513"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3897,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions\/3897"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media\/512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}