{"id":360,"date":"2008-09-17T16:17:04","date_gmt":"2008-09-17T16:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/2008\/09\/17\/hinter-den-mauern-vom-dunkeln-ins-helle\/"},"modified":"2023-03-02T21:27:23","modified_gmt":"2023-03-02T21:27:23","slug":"hinter-den-mauern-vom-dunkeln-ins-helle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/hinter-den-mauern-vom-dunkeln-ins-helle\/","title":{"rendered":"Hinter den Mauern (vom Dunkeln ins Helle)"},"content":{"rendered":"<h1>Ziele <\/h1>\n<ul>\n<li>Vertiefung im punktperspektivischen Zeichnen<\/li>\n<li>Auseinandersetzung mit Lichtf\u00fchrung und Texturen<\/li>\n<li>Bildentstehung als Prozess verstehen: von der Idee bis zur Umsetzung<\/li>\n<\/ul>\n<h1>Einleitung<\/h1>\n<p>Jede Architektur, egal ob Br\u00fccke oder Wohnhaus, besitzt R\u00e4ume, die nicht direkt f\u00fcr den Menschen gedacht sind. Es handelt sich dabei um Zwischenr\u00e4ume, die hinter den uns allt\u00e4glichen Mauern verborgen bleiben: ein verdeckter L\u00fcftungsraum, ein Liftschacht oder ein unzug\u00e4nglicher Dachboden, ein Nutzraum f\u00fcr Maschinen oder eine Nische, die sich aus Konstruktionsgr\u00fcnden ergeben hat, ein Zwischenboden mit einem Wirrwarr an Kabel, eine Isolationswand, ein Kanalisationsraum oder einfach ein vergessener Raum.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Image:Lindley.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/11\/Lindley.jpg\/120px-Lindley.jpg\" alt=\" \" align=\"left\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/a> <\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Image:Paris-Egouts-p1010722.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/b\/b0\/Paris-Egouts-p1010722.jpg\/120px-Paris-Egouts-p1010722.jpg\" alt=\" \" align=\"left\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/a> <\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Bild:Texaco_nanticoke_conduit_galore.jpg&amp;filetimestamp=20071202053326\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/f\/fd\/Texaco_nanticoke_conduit_galore.jpg\/120px-Texaco_nanticoke_conduit_galore.jpg\" alt=\" \" align=\"left\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" \/><\/a> <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Prag Abwassersystem<br \/> (GNU Lizenz)<\/td>\n<td>Paris Kontrollschacht<br \/> (CC ShareAlike)<\/td>\n<td>Ontario Kabelraum<br \/> (CC Unported)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Diese vom Menschen erstellten R\u00e4ume sind, wie bereits erw\u00e4hnt, nicht direkt f\u00fcr den Menschen bestimmt. Solche R\u00e4ume werden auch gerne f\u00fcr den Film erfunden, wo B\u00f6sewichte oder Helden von einem Raum in den n\u00e4chsten gelangen (z.B. Alien, Die Hard) oder vertr\u00e4umte Kinder oder Menschengruppen Schutz finden (Harry Potter, Die Goonies). Diese R\u00e4ume haben meist alle etwas gemeinsam: Sie sind oft dunkel, f\u00fcr die Allgemeinheit unbekannt, unheimlich und meist verd\u00e4chtig oder sogar zweifelhaft &#8211; in einem Wort: obskur.<\/p>\n<h1>Auftrag<\/h1>\n<p>Entwickle eine Zeichnung, die einen solchen obskuren Zwischenraum zeigt. Gehe wie folgt vor:<\/p>\n<ol>\n<li>Raumidee: Erfinde als erstes in freier Perspektive oder mit einem Raumplan einen Zwischenraum, den du zeichnerisch umsetzen m\u00f6chtest. Arbeite mit Bleistift auf Skizzenpapier.<\/li>\n<li>Bildidee: Zeichne nun mit Bleistift auf A4-Papier deinen Raum aus einem bestimmten Blickwinkel mit Hilfe von Fluchtpunkten (Hoch- oder Querformat). Arbeite linear d.h. noch ohne Schraffuren. W\u00e4hle dabei eine bedachte Komposition aus. Damit sind die Anordnung und Fl\u00e4chenverh\u00e4ltnisse der Bildelemente gemeint. Damit das Ganze spannend wirkt, darfst du gerne nochmals deinen Raum ab\u00e4ndern und Elemente entfernen oder erg\u00e4nzen.<\/li>\n<li>Licht: \u00dcberlege nun, welche Lichtquelle(n) den Raum sichtbar machen. Welche Bereiche sind beleuchtet, welche bleiben im Dunkeln und wo ist gar nichts zu sehen. Auch jetzt sind noch Raum\u00e4nderungen m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Textur: Entwickle nun mit weissem Farbstift auf schwarzem Skizzenpapier eine passende Textur. Die Textur kann ruhig, wild, weich oder lebendig sein. W\u00e4hle eine Textur aus, die deinen Raum am Besten wiederspiegelt. Achte darauf, dass du deine Textur gut variren kannst &#8211; von hell zu dunkel und von grob zu fein. Mit der Textur kannst du im n\u00e4chsten Schritt zeigen, was beleuchtet und was im Schatten ist, was nahe und was fern ist. Achtung: Im Unterschied zur Bleistiftzeichnung wird hier das Licht und nicht der Schatten gezeichnet (Weiss auf Schwarz!).<\/li>\n<li>Umsetzung: Nach all deinen Vorbereitungen kannst du nun deine Bildidee mit Licht und Textur umsetzen. Arbeite mit weissem Farbstift auf schwarzem A3-Papier.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<h1>Kriterien<\/h1>\n<ul>\n<li>Kreativit\u00e4t\/ Exklusivit\u00e4t der Raumidee<\/li>\n<li>Spannende Komposition<\/li>\n<li>Korrekte Punktperspektive<\/li>\n<li>Korrekte Lichtf\u00fchrung<\/li>\n<li>Passende Textur<\/li>\n<\/ul>\n<h1>Vorgaben\/Material<\/h1>\n<ul>\n<li>Umsetzung: Weisser Farbstift auf schwarzem A3-Papier<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist ein prozessorientierter Zeichnungsauftrag mit den Schwerpunkten Fantasie, Perspektive, Licht und Textur. Die Schlusszeichnung wird mit weissem Farbstift auf schwarzem Papier ausgef\u00fchrt. (2-3GF)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[30,29,26,54,25],"class_list":["post-360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-auftraege","tag-bildnerische-mittel","tag-bildraum-perspektive","tag-prozess-strategien","tag-textur","tag-zeichnung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=360"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1556,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions\/1556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}