{"id":2076,"date":"2023-04-01T05:05:10","date_gmt":"2023-04-01T05:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/?p=2076"},"modified":"2026-09-15T19:55:45","modified_gmt":"2026-09-15T19:55:45","slug":"dossier-ordnung-und-konzepte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-ordnung-und-konzepte\/","title":{"rendered":"Ordnung und Konzepte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Dossier sind die&nbsp;<a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/grundlagen\/#grundlagen\">Grundlagen<\/a>&nbsp;zu <a href=\"#ordnung\">Ordnungen<\/a> und <a href=\"#konzepte\">Konzepten<\/a> der Gestaltung zusammengestellt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h3 id=\"ordnung\" class=\"wp-block-heading\">Gestalterische Ordnung<\/h3>\n\n\n\n<h5 id=\"einzelwert\" class=\"wp-block-heading\">1. Einzelwert (Beschaffenheit)<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Produktion und Rezeption in der Gestaltung beginnt mit der Bestimmung seiner Grundelemente und ihrer Eigenschaften. Eigentlich reicht f\u00fcr eine erste Ann\u00e4herung an ein Werk die Bestimmung der auff\u00e4lligsten Grundelemente aus, die sich in ihren Eigenschaften meist wie folgt erfassen lassen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Element\/ Typ\/ Art (&#8222;grundlegend&#8220;)<\/li>\n\n\n\n<li>Qualit\u00e4t (Charakter, Reinheit, Betonung, &#8230;)<\/li>\n\n\n\n<li>Quantit\u00e4t (Intensit\u00e4t, Pr\u00e4gnanz, Ausmass, &#8230;)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h5 id=\"kontrast\" class=\"wp-block-heading\">2. Beziehungen (Kontrast)<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Produktion und Rezeption von Kontrasten ben\u00f6tigt es mindestens zwei Werte. Denn Kontraste beschreiben Beziehungen und Unterschiede. Diese sind f\u00fcr die Produktion und Rezeption genau so relevant. Ein Werk lebt von der Gestaltung der Kontraste d.h. der Beziehungen und Unterschiede von Farben, Formen, Licht, Materialeigenschaften, Inhalten etc. Diese formalen, materiellen und inhaltlichen Kontraste \u00e4ussern sich <strong>kongruent, divergent<\/strong> <strong>oder different<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Paletten und Akkorde<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine Palette zeigt abstrahiert und verdichtete die Beziehung bestimmter <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/adm\/#grundelemente\" data-type=\"post\" data-id=\"1686\">Grundelemente<\/a> von einem Werk, so z.B. eine Farbpalette, Texturpalette, Materialpalette oder inhaltliche Palette. Mit einer Palette lassen sich einzelne Grundelemente in der Produktion sowie Rezeption besonders gut erfassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Beziehungen k\u00f6nnen monovalent, analog, polyvalent bis komplement\u00e4r sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Folgt die Auswahl in einer Palette einer bestimmten Regel, spricht man auch von einem Akkord (Zwei-, Dreiklang etc.).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kontrasttheorie<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kontraste beschreiben die Qualit\u00e4t der Unterschiede. Kontraste sind relativ und k\u00f6nnen gross oder klein sowie hart oder weich sein (siehe <a href=\"https:\/\/www.theoria.ch\/cms\/allgemeine-kontrasttheorie\/\">theoria.ch<\/a>).<\/li>\n\n\n\n<li>Die allgemeine Kontrasttheorie beschreibt Unterschiede jeglicher Grundelemente.<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt aber auch spezifische Kontraste z.B. formale Kontraste wie <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/die-farbkontraste\/\" data-type=\"post\" data-id=\"197\">Farbkontraste<\/a>, Form- oder Bewegungskontraste aber auch Materialkontraste, inhaltliche und weitere Kontraste.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 id=\"komposition\" class=\"wp-block-heading\">3. Anordnung (Komposition)<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Komposition zeigt die r\u00e4umliche, zeitliche und kinetische Anordnung. Diese k\u00f6nnen in der materiellen, visuellen oder ikonischen Schicht gelesen werden. Ebenfalls k\u00f6nnen sie \u00fcber die einzelnen Schichten im Verh\u00e4ltnis zueinander stehen. Eine Anordnung spielt mit <strong>Verteilung, Gewichtung (Proportion bzw. Dauer) sowie Ausrichtung<\/strong> der verschiedenen Einzelteile zum Gesamten. Konkret sind zum Beispiel folgende Ordnungen m\u00f6glich: Ballung vs. Streuung, Symmetrie vs. Asymmetrie, Kontinuit\u00e4t vs. Bruch, Regelm\u00e4ssigkeit vs. Unregelm\u00e4ssigkeit, Reihung, Rhythmus und im Spezifischen Isokephalie sowie andere geometrische Anordnungen wie Diagonal-, Kreis-, Dreieckskomposition etc.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"grundlagen\/240-bildimmersion\">Bildimmersion<\/a> (materielle, visuelle und ikonische Schicht)<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/kompositionslehre\/\" data-type=\"post\" data-id=\"589\">Einf\u00fchrung in die Kompositionslehre<\/a> (am Beispiel der Bildkomposition von Gem\u00e4lden in der Kunstgeschichte)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 id=\"konzepte\" class=\"wp-block-heading\">Gestalterische Konzepte<\/h3>\n\n\n\n<h5 id=\"gestalterische-funktion\" class=\"wp-block-heading\">1. Gestalterische Funktion<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Formale Grundelemente (z. B. Farbe, Form, Textur, Raum, Sicht) sowie Material und Inhalt k\u00f6nnen unterschiedliche gestalterische Funktionen einnehmen. Diese Funktionen betreffen sowohl die Wahrnehmung als auch die praktische und kulturelle Funktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"aesthetische-funktion\">a. <strong>\u00c4sthetische Funktion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff \u201e\u00e4sthetisch\u201c (von altgriechisch \u201eaisthesis\u201c f\u00fcr \u201eWahrnehmung\u201c) wird hier nicht als Bewertung einer gestalterischen Qualit\u00e4t wie Sch\u00f6nheit, sondern als Bezug zur Wahrnehmung und ihrer Funktion verstanden. Gestaltungselemente k\u00f6nnen dabei unterschiedliche Auspr\u00e4gungen innerhalb der Funktionen &#8222;Darstellung, Bedeutung und Wirkung&#8220; einnehmen (siehe dazu auch den etwas \u00e4lteren Beitrag <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/gestaltungsfunktionen\/\" data-type=\"post\" data-id=\"533\">Gestaltungsfunktionen<\/a>):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Darstellungsfunktion<\/strong>: selbstpr\u00e4sent, nachahmend, hinweisend<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bedeutungsfunktion<\/strong>: situativ, metaphorisch, symbolisch<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wirkfunktion<\/strong>: physikalisch, physiologisch, psychologisch (kognitiv\/ emotional)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"praktische-funktion\">b. <strong>Praktische Funktion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konzepte der praktischen Funktion betreffen die Herstellung eines Artefakts, die Regulierung seiner Verwendung sowie seine Nutzung.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Herstellungsfunktion<\/strong>: Instanzbezug, Verfahrensbedingungen, Mittel<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Regulierungsfunktion<\/strong>: Sicherheit, rechtlicher und ethischer Rahmen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gebrauchsfunktion<\/strong>: Zweckbezug, Handhabbarkeit, Zug\u00e4nglichkeit<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"kulturelle-funktion\">c. <strong>Kulturelle Funktion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gestaltungselemente k\u00f6nnen kulturelle Funktionen \u00fcbernehmen. Sie stehen dabei in Beziehung zu gesellschaftlichen Sinnordnungen (Wertbindung), Identit\u00e4tsprozessen (Identit\u00e4tsstiftung) sowie kulturellen Normierungen und Transformationen (Konventionsbildung).<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wertfunktion<\/strong>: Werte, Narrative, Praktiken<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Identit\u00e4tsfunktion<\/strong>: Selbstbilder, Kollektivbilder, Fremdbilder<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Konventionsfunktion<\/strong>: Konvention, Aneignung, Distanzierung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 id=\"gestalterischer-modus\" class=\"wp-block-heading\">2. Gestalterischer Modus<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gestalterische Modus zeigt, welche Dimensionen das Werk als Ganzes oder einzelne Grundelemente einnehmen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"aesthetischer-modus\">a. <strong>\u00c4sthetischer Modus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;\u00e4sthetische Modus&nbsp;bezeichnet die perzeptive&nbsp;Gestaltungsweise&nbsp;eines Werks und seiner einzelnen Teile. Er ergibt sich aus dem Zusammenspiel der drei Hauptdimensionen Ikonizit\u00e4tsgrad, Realit\u00e4tsbezug und Ausdrucksbezug.  So k\u00f6nnen einzelne Modi den Hauptdimensionen graduell zugeordnet oder zumindest zur Diskussion gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/ikonizitaetsgrad\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5267\"><strong>Ikonizit\u00e4tsgrad<\/strong><\/a>: <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wirklichkeitsnahe\/\">wirklichkeitsnah<\/a>, formal-<a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/stilisiert\/\">stilisiert<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/abstrakt\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5265\">abstrakt<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/gegenstandslos\/\">gegenstandslos<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Realit\u00e4tsbezug<\/strong>: realistisch, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/idealisiert\/\">idealisiert<\/a>, typisiert, fiktiv, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/surreal\/\">surreal<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dadaistisch\/\">dadaistisch<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ausdrucksbezug<\/strong>: objektiv, sachlich, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/expressiv\/\">expressiv<\/a>, subjektiv-stilisiert, affektiv<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem weiteren Schritt kann eine Auswahl einzelner Modi zu einem Werk additiv betrachtet und je graduell aufgeschl\u00fcsselt werden (siehe dazu z.B. den Beitrag <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/aesthetischer-modus\/\">\u00c4sthetischer Modus<\/a>). Ein noch differenziertes Bild ergibt sich, wenn diese graduellen Aspekte auf die einzelnen Teile eines Werkes angewendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"praktischer-modus\">b. <strong>Praktischer Modus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;praktische Modus&nbsp;ordnet ein Artefakt in Bezug auf die Herstellung, die Regulierung und den Gebrauch ein.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Herstellungsmodus<\/strong>: handwerklich \u2013 mechanisch \u2013 automatisiert<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Regulierungsmodus<\/strong>: irrelevant \u2013 konform \u2013 legal &#8211; unsicher \u2013 normwidrig &#8211; transgressiv &#8211; illegal<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gebrauchsmodus<\/strong>: zweckfrei \u2013 dekorativ \u2013 informativ \u2013 funktional<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"kultureller-modus\">c. <strong>Kultureller Modus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der kulturelle Modus greift Werte, Identit\u00e4ten und Konventionen auf, die nach steigernden&nbsp;Querparameter geordnet werden k\u00f6nnen, wie etwa von monovalent, polyvalent, \u00fcber ambivalent, diffus, absurd bis losgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wertmodus<\/strong>: konform \u2013 ambivalent \u2013 norm\u00fcberschreitend \u2013 affirmativ<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Identit\u00e4tsmodus<\/strong>: sozialisiert \u2013 massenkulturell \u2013 subkulturell inkl. exklusiv\/ elit\u00e4r \u2013 gruppenspezifisch \u2013 individuell \u2013 asozial<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Konventionsmodus<\/strong>: stabilisierend \u2013 irritierend \u2013 hinterfragend \u2013 widerst\u00e4ndig, normbrechend \u2013 normfrei<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 id=\"gestalterische-orientierung\" class=\"wp-block-heading\">3. Gestalterische Orientierung<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"gestaltungsparadigmen\">a. <strong>Gestaltungspradadigmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gestaltungsparadigmen bezeichnen grundlegende Muster, an denen sich Gestaltung orientiert (siehe auch <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/designparadigmen\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4218\">Designparadigmen<\/a>):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>\u00c4sthetische Paradigmen<\/strong>: z.B. form follows form, Semantic oder Emotional Design, Gestaltung um der Gestaltung willen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Funktionsparadigmen<\/strong>: z.B. form follows function, design for use, use determines form<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kulturelle Paradigmen<\/strong>: z.B. design is political, form follows meaning, Gestaltung als Intervention<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"artikulation\">b. <strong>Gestalterische Artikulation<\/strong> (ehemals kommunikativer Modus)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gestaltung eines Werks zeigt sich in ihrer Rhetorik (Beziehung), Tonalit\u00e4t (Atmosph\u00e4re) und Performanz (Auftreten) gering bis stark artikuliert und kann dabei Haltungen vermitteln, verst\u00e4rken oder irritieren.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Rhetorik<\/strong>: unmarkiert, darlegend, vermittelnd, fragend, persiflierend, parodierend, polemisch, ironisierend, satirisch, sarkastisch, provozierend<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Tonalit\u00e4t<\/strong>: neutral, sachlich, ernst, bestimmt, melancholisch, liebevoll, heiter, pathetisch, heroisch, euphorisch, zynisch, dramatisch<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Performanz<\/strong>: beil\u00e4ufig, authentisch, intim, demonstrativ, inszenierend, spektakul\u00e4r, beschw\u00f6rend, theatralisch, konfrontativ, \u201ein your face\u201c<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"werkrollen\">c.<strong> Werkrollen<\/strong> (ehemals Werkfunktion)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Werk kann als Akteur auftreten und verschiedene Rollen einnehmen oder auch von aussen in bestimmte Rollen gedr\u00e4ngt werden. Dabei kann zwischen angelegten Rollen (Intention), allgemein m\u00f6glichen Rollen (Potential) sowie in der Verwendung realisierten Rollen (Nutzung) unterschieden werden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Erfassen:<\/strong> Aufzeichnung, Dokumentation, Infogewinnung, Reflexion, &#8230;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u00c4ussern<\/strong>: Ausdruck, Repr\u00e4sentation, Manifestation, Kommentierung, &#8230;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bewirken<\/strong>: Unterhaltung, Erfreuung und Belehrung (delectare ed prodesse), Stimulation, Beeinflussung, Indoktrination, Manipulation von Wahrnehmung\/ Gem\u00fct\/ Intellekt, Provokation, Forderung, \u2026<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 id=\"spezifische-konzepte\" class=\"wp-block-heading\">Weitere spezifische Konzepte<\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fokus auf formale Konzepte\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-farbe-form-textur\/#farbkonzepte\" data-type=\"post\" data-id=\"599\">Farbe<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-farbe-form-textur\/#formkonzepte\" data-type=\"post\" data-id=\"599\">Form<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-farbe-form-textur\/#texturkonzepte\">Textur<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-koerper-raum-bewegung\/#raumkonzepte\">Raum<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/bildraum\/#zeitkonzepte\">Zeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-koerper-raum-bewegung\/#bewegungskonzepte\">Bewegung<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-koerper-licht-sicht\/#koerperkonzepte\">K\u00f6rper<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-koerper-licht-sicht\/#lichtkonzepte\">Licht<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-koerper-licht-sicht\/#sichtkonzepte\">Sicht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fokus auf materielle\/ mediale Konzepte (\u00dcberblick <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/verfahren-und-materialien\/#mediale-moeglichkeiten\" data-type=\"post\" data-id=\"2420\">Medien<\/a>)\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-material-und-verfahren\/#material\" data-type=\"post\" data-id=\"2420\">Material (Grundlagen)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-material-und-verfahren\/#analoge-bildverfahren\" data-type=\"post\" data-id=\"2420\">Analoge<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-material-und-verfahren\/#digitale-bildverfahren\" data-type=\"post\" data-id=\"2420\">digitale Bildverfahren<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-material-und-verfahren\/#plastik\" data-type=\"post\" data-id=\"2420\">weitere (Werkstoff, Raum, Handlung)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Spezifische mediale Konzepte: <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/gestaltungsmittel-der-fotografie\/\" data-type=\"post\" data-id=\"80\">Gestaltungsmittel der Fotografie<\/a>, <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/gestaltungsmittel-des-films\/\" data-type=\"post\" data-id=\"68\">Gestaltungsmittel des Films<\/a>, Gestaltungsmittel des Grafikdesigns, &#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fokus auf inhaltliche Konzepte\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Konzepte zur <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-inhalt\/#narration\">Narration<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Konzepte zu <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-inhalt\/#genres\">Genres und Gattungen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Konzepte zu <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-inhalt\/#kulturhistorische-felder\">kulturhistorischen Felder<\/a> und <a href=\"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/dossier-inhalt\/#thematische-felder\">thematischen Felder<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gemischte Gestaltungskonzepte\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Corporate Design<\/li>\n\n\n\n<li>Style<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:51px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Dossier sind die&nbsp;Grundlagen&nbsp;zu Ordnungen und Konzepten der Gestaltung 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