{"id":153,"date":"2007-09-28T18:03:41","date_gmt":"2007-09-28T18:03:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/2007\/09\/28\/die-rechte-rund-um-das-bild\/"},"modified":"2025-05-04T15:37:12","modified_gmt":"2025-05-04T15:37:12","slug":"die-rechte-rund-um-das-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/die-rechte-rund-um-das-bild\/","title":{"rendered":"Die Rechte rund um das Bild"},"content":{"rendered":"\n<p>Dieser Beitrag behandelt die Bildrechte und einige praxisnahe Aspekte. Mit Bildrechten sind hier die Urheberrechte, die Bildverwendung, das Recht am eigenen Bild und Beispiele verschiedener Vertr\u00e4ge rund um das Bild gemeint, ohne gross auf Ausnahmen, Spezialf\u00e4lle und \u00c4hnliches einzugehen. Der Beitrag bezieht sich auf den Marktplatz Schweiz, wobei die Rechtssituation in anderen L\u00e4ndern oft vergleichbar geregelt ist. Eine Haftung f\u00fcr allf\u00e4llige Irrt\u00fcmer oder veraltete Angaben wird &#8211; wie auf der gesamten Plattform von Kunstunterricht &#8211; auch in diesem Beitrag abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werk und Urheber<\/h3>\n\n\n\n<p>Sobald eine oder mehrere Personen ein Werk erschaffen, werden diese zum rechtsm\u00e4ssigen Urheber (Art. 6 und 7 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>) und r\u00e4umen automatisch das Urheberrecht zum Werk ein (Art. 9 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>).\u00a0 Dabei ist keine Registrierung oder besondere Kennzeichnung notwendig. Als Werk gilt eine pers\u00f6nliche geistige Sch\u00f6pfung mit individuellem Charakter (Art. 1 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>), also die Umsetzung einer neuen und eigenen Idee in eine wahrnehmbare Form wie Text, Bild, Fotografie, Film, Bauwerk oder dergleichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>Werk = pers\u00f6nlich geistige Sch\u00f6pfung mit individuellem Charakter\u00a0<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Bildkonzept kann somit nicht urheberrechtlich gesch\u00fctzt werden, da es keine wahrnehmbare Form einnimmt. Eine Kopie eines zweidimensionalen Bildes gen\u00fcgt ebenfalls nicht, da keine neue Sch\u00f6pfung vorliegt (ausser die Kopie weist z.B. durch besondere Lichtf\u00fchrung oder Inszenierung eine weitere und eigene gestalterische Leistung auf). Eine fotografische Reproduktion einer 3D-Vorlage kann hingegen gesch\u00fctzt sein, da durch die Wahl von Blickwinkel, Licht u.s.w. ein individueller Charakter entsteht. Readymades wie Duchamps &#8222;Font\u00e4ne\/Urinal&#8220; (1917) sind juristisch heikel, da der Werkcharakter umstritten ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>Die fotografische Reproduktion einer 3D-Vorlage kann urheberrechtlich gesch\u00fctzt sein.\u00a0<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Verh\u00e4ltnis zwischen Werk und Urheber ist untrennbar. Beim Verkauf des Originals werden die Urheberrechte nicht automatisch \u00fcbertragen. Dies kann aber &#8211; falls erw\u00fcnscht &#8211; separat vereinbart bzw. vertraglich geregelt werden. Der neue Eigent\u00fcmer muss dem Urheber das Werk in dem Ausmass zug\u00e4nglich machen, dass dieser sein Recht aus\u00fcben kann (Art. 14.1 und vgl. 16.3 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Urheberrechte<\/h3>\n\n\n\n<p>Urheberrechte sind zeitlich befristete Monopolrechte und sch\u00e4tzen das Werk zugunsten des Urhebers. Der Sch\u00f6pfer eines Werkes hat eine eigentums\u00e4hnliche Stellung und besitzt das ausschliessliche Recht an seinem Werk (Art. 9.1 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Er entscheidet, ob, wann und wie ein Werk ver\u00f6ffentlicht wird (Art. 9.2 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>Der Urheber besitzt das ausschliessliche Recht an seinem Werk.\u00a0<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Urheberrechte sch\u00fctzen auch die pers\u00f6nliche Beziehung des Urhebers zum Werk. So darf es nicht entstellt oder entw\u00fcrdigend ver\u00e4ndert werden (Art. 11.1 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>, Stichwort: Werkintegrit\u00e4t). Der Urheber hat zudem Anspruch auf Namensnennung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich gibt es Einschr\u00e4nkungen zugunsten der Allgemeinheit: Dazu geh\u00f6ren das Recht auf verg\u00fctungsfreie Privatkopie (Art. 19.1.a und 20.1 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>), die Verwendung im Unterricht (Art. 19.1.b <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>) sowie das Bildzitat im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten (Art. 25 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>) &#8211; immer unter Quellen- und Urheberangabe. Werke auf \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichem Grund &#8211; z.B. ein Denkmal &#8211; d\u00fcrfen abgebildet und genutzt werden (Art. 27 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>\u00a0Nutzung f\u00fcr Privatgebrauch und Unterricht ist erlaubt.\u00a0<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Schutzfrist betr\u00e4gt 70 Jahren ab dem dem Tod des Urhebers (Art. 29 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Bei mehreren Urhebern z\u00e4hlt der Todestag des zuletzt Verstorbenen (Art. 30 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). F\u00fcr audiovisuelle Werke gelten Sonderregelungen (Art 30.3 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Anonyme und pseudonyme Werke sind 70 Jahre ab Ver\u00f6ffentlichung gesch\u00fctzt (Art. 31 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Wer die urheberrechte Verletzt kann mit einer Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Gef\u00e4ngnis bestraft werden (Art. 67 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Nach abgelaufener Schutzfrist gilt das Werk als gemeinfrei bzw. public domain und kann frei genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>Die Schutzfrist erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (post mortem).<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>So sind viele Bilder z.B. in den Museen gemeinfrei und k\u00f6nnten theoretisch von jedem frei genutzt werden. Um diese Bilder zu sch\u00fctzen, berufen sich einige wenige Museen z.B. auf ihr Hausrecht und verbieten das Fotografieren im Museum, um so eine unkontrollierte Nutzung zu verhindern, was insbesondere bei \u00f6ffentlich finanzierten Institutionen rechtlich umstritten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Urheberrechte gelten national. Allerdings bestehen zu den meisten L\u00e4ndern Vereinbarungen, welche die Rechte der Urheber in den jeweiligen L\u00e4ndern auf Grund der eigenen Rechte garantieren und Verkehr der Verg\u00fctungen regeln. Durch gewisse Abkommen wie der <a href=\"http:\/\/www.wipo.int\/treaties\/en\/ShowResults.jsp?lang=en&amp;treaty_id=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berner \u00dcbereinkunft<\/a> bestehen in den meisten L\u00e4ndern \u00e4hnliche Rechte. Aber Achtung, teils kann z.B. ein in der Schweiz noch urheberrechtlich gesch\u00fctztes Bild in der USA bereits freigestellt und ohne Rechtsverstoss online sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Revision des URG 2020 gibt es neue Regelungen zum Leistungsschutzrecht f\u00fcr Presseverlage, zur kollektiven Lizenzierung und zum Text- und Date Mining. Diese Aspekte sind bei digitalen Werken zunehmend relevant.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.ige.ch\/urheberrecht\/urheberrecht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Was ist Urheberrecht<\/a> (Eidgen\u00f6ssisches Institut f\u00fcr geistiges Eigentum)<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.ige.ch\/index.php?id=270\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00e4ufige Fragen zum Urheberrecht<\/a> (Eidgen\u00f6ssisches Institut f\u00fcr geistiges Eigentum)<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"http:\/\/www.vfgonline.ch\/p14002774.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Urheberrechtglossar<\/a> (Vereinigung fotografischer GestalterInnen)<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"http:\/\/www.prolitteris.ch\/de\/portrait-prolitteris\/rechtliche-grundlage\/urheberrechtsgesellschaften\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweizer Urheberrechtsgesellschaften<\/a> (Info von Pro Litteris)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verwendung urheberrechtlich gesch\u00fctzter Werke<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Nutzung urheberrechtlich gesch\u00fctzter Werke ist dem Urheber vorbehalten (abgesehen von den oben genannten oder \u00e4hnlichen Schranken). Wer urheberrechtlich gesch\u00fctzte Werke nutzt, schuldet dem Urheber eine Verg\u00fctung (Art. 13.1 und 20.2 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Die Verg\u00fctung k\u00f6nnen von den zugelassenen Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden (Art. 13.3 und 20.4 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>), welche somit Nutzung kontrollieren und Einnahmen zu Gunsten der Urheber verwalten. D.h. der Nutzer hat der Verwertungsgesellschaften Beitr\u00e4ge zu bezahlen. Diese werden nach Art (Medium) und Umfang (Auflage, Dauer) der Nutzung sowie Status des Benutzers berechnet und \u00fcber einen Schl\u00fcssel den Urhebern zur\u00fcckbezahlt. Zugelassene Verwertungsgesellschaften in der Schweiz sind z.B. f\u00fcr Musik die <a href=\"http:\/\/www.suisa.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SUISA<\/a> und f\u00fcr Literatur und Bildende Kunst die <a href=\"http:\/\/www.prolitteris.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pro Litteris<\/a>, welche der Bundesaufsicht, dem <a href=\"https:\/\/www.ige.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eidgen\u00f6ssischen Institut f\u00fcr geistiges Eigentum<\/a> , unterstellt sind (Art. 41 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>), nach festen Regeln handeln und keinen Gewinn anstreben d\u00fcrfen (Art. 45 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>In der CH zugelassene Verwertungsgesellschaften sind unter anderem die SUISA (Musik) und Pro Litteris (Text, Bildende Kunst).<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Urheberrecht ist vererbbar und kann teilweise \u00fcbertragen oder zur Nutzung freigegeben werden (Art. 16.1 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>). Der Urheber darf eine bestimmte Nutzung am Werk kostenfrei bzw. gegen Entgelt weitergeben (Art. 10.3 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/231_1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">URG<\/a>), was z.B. mit Verlagen, Bildagentur (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Corbis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Corbis<\/a> , <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Getty_Images\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Getty Images<\/a> etc.) oder dergleichen vertraglich geregelt wird. Diese erhalten somit gewisse Nutzungsrechte, womit sie das Werk weitervertreiben, kommerziell nutzen und damit einen Gewinn anstreben d\u00fcrfen. Dabei entstehen Lizenzvertr\u00e4ge, welche Art, Umfang und Dauer der Nutzung sowie die Entsch\u00e4digung regeln. Unter anderem gibt es Lizenzmodelle wie Royalty Free (RF), bei denen das Bildmaterial zeitlich und in der Reproduktion unbegrenzt und medien\u00fcbergreifend genutzt und an beliebig viele Endnutzer verkauft werden darf. F\u00fcr das ausschliessliche Nutzungsrecht an einem Bild (z.B. f\u00fcr ein Image-Bild eines Unternehmens) werden Lizenzvertr\u00e4ge mit Exklusivrechten ausgestellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>Bei Bildagenturen k\u00f6nnen einfache Lizenzen, Royalty Free oder die Exklusivrechte erworben werden.\u00a0<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Creative Commons (CC) und neue Lizenzmodelle<\/h3>\n\n\n\n<p>Seit dem visualistic turn, der mit dem Zeitalter der Digitalisierung und des Internets einhergegangen ist, haben sich die Bildkultur und der Umgang mit Bildern stark ver\u00e4ndert. Neue Wege und Instanzen der Bildverbreitung haben sich eingespielt. Viele Urheber &#8211; darunter nebst den kommerziellen Anbieter auch eine grosse Schar von Amateuren &#8211; zeigen Anspr\u00fcche, die konventionelle Lizenzvertr\u00e4ge nicht abdecken. Daraus entstanden neue Lizenzmodelle, etwa jene der gemeinn\u00fctzigen Organisation <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Creative Commons<\/a> (CC), die in verschiedenen L\u00e4ndern &#8211; auch in der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.creativecommons.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweiz<\/a> &#8211; aktiv ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Autoren von Texten, Bildern, Musikst\u00fccken usw. k\u00f6nnen damit Nutzungsrechte einr\u00e4umen. Aktuell ist Version 4.0 der CC-Lizenzen empfohlen, da sie international anwendbar, flexibel und rechtssicher ist. Im Gegensatz zur GPL (aus der freien Softwarewelt), die weniger geeignet f\u00fcr Bilder ist, sind CC-Lizenzen\u00a0werktyp\u00fcbergreifend\u00a0und\u00a0skalierbar. D.\u202fh. es gibt Lizenzen, die sich kaum vom vollst\u00e4ndigen Rechtevorbehalt unterscheiden, bis hin zu solchen, die das Werk nahezu gemeinfrei stellen (seit Version 2.0 immer mit Namensnennungspflicht). Dazwischen kann bestimmt werden, ob das Werk ver\u00e4ndert werden darf, kommerziell genutzt werden darf und ob die Weitergabe unter denselben Bedingungen erfolgen muss. Oder anders formuliert: Die CC-Lizenzen sind modular aufgebaut \u2013 durch Kombination der Elemente\u00a0Namensnennung (BY),\u00a0keine kommerzielle Nutzung (NC),\u00a0keine Bearbeitung (ND)\u00a0und\u00a0Weitergabe unter gleichen Bedingungen (SA)\u00a0l\u00e4sst sich genau festlegen,\u00a0in welchem Umfang ein Werk frei genutzt werden darf.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hintergrund der CC-Lizenzen: <a href=\"https:\/\/irights.info\/artikel\/thomas-dreier-creative-commons\/32532\">Thomas Dreier zur Aufstiegsgeschichte der Creative Commons-Lizenzen<\/a> (irights.info)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Recht am eigenen Bild<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Abbildung von Personen in Fotografie, Film, Zeichnungen, Gem\u00e4lden etc. ist durch das Recht am eigenen Bild \u00fcber den Pers\u00f6nlichkeitsschutz geregelt (Bestimmungen zum Pers\u00f6nlichkeitsschutz siehe Schweizerische Bundesverfassung Art. 10 Abs. 2 <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/101\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BV<\/a>, Strafrecht Art. 179quater <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/311_0\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">StGB <\/a>, weiter auch Zivilgesetzbuch <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/210\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZGB<\/a> und Datenschutzgesetzgebung <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/sr\/235_1\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DSG<\/a>). So darf eine Person ohne deren hinreichend konkrete Zustimmung nicht erkennbar dargestellt werden. Erscheint die Person als Teil einer Landschaft, Umgebung oder eines Ereignisses, ist die Abbildung erlaubt. Zudem ist die Abbildung von \u00f6ffentlichen Personen zul\u00e4ssig (absolute und relative Personen der Zeitgeschichte), solange diese nicht verunglimpft werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><address>Eine Person darf ohne Zustimmung nicht erkennbar abgebildet werden.<\/address><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Zur sicheren Erstellung und Nutzung von Personenbilder kommen Modelvertr\u00e4ge (Model-Release-Vertr\u00e4ge) zum Einsatz, welche die Rechten und Pflichten der Vertragspartner regeln (Model und Fotograf\/Gestalter). Grunds\u00e4tzlich unterscheidet man Time-for-Prints (TfP) und Pay-Shooting. Bei der TfP-Vereinbarung verzichten beide Parteien auf ein Honorar. Diese Aufnahmen zielen nicht auf eine kommerzielle Nutzung ab. Sie finden haupts\u00e4chlich im experimentellen oder Amateurbereich Anwendung. Sollen die Aufnahmen ver\u00f6ffentlicht und kommerziell genutzt werden, kommen Model-Release-Vertr\u00e4ge zum Einsatz, in denen die Verwertungsrechte (Ver\u00f6ffentlichungskriterien, Gewinnverteilung etc.) gekl\u00e4rt sind.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wikipedia:Fototipps\/Modelvertrag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beispiel f\u00fcr einen Modelvertrag<\/a> (Wikipedia Fototipps)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag behandelt die Bildrechte und einige praxisnahe Aspekte. Mit Bildrechten sind hier die Urheberrechte, die Bildverwendung, das Recht am eigenen Bild und Beispiele verschiedener Vertr\u00e4ge rund um das Bild gemeint, ohne gross auf Ausnahmen, Spezialf\u00e4lle und \u00c4hnliches einzugehen. Der Beitrag bezieht sich auf den Marktplatz Schweiz, wobei die Rechtssituation in anderen L\u00e4ndern oft vergleichbar [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3872,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[84],"tags":[46,36],"class_list":["post-153","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-theorie","tag-fachbereichsuebergreifend","tag-komposition-bildflaeche"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10040,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions\/10040"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstunterricht.ch\/e\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}