Das Trittbrettfahrer-Logo

Das Trittbrettfahrer-Logo

Was teils verboten ist, nutzen wir im geschützten Unterricht, um von existierenden Designs zu lernen. Wir gestalten ein Trittbrettfahrer-Logo.

Ziele

  • Ein Gefühl für grafische Prägnanz und Ordnung entwickeln
  • Einen Wortschatz zur Beschreibung von Wirkung aufbauen
  • Das Prinzip der visuellen Kommunikation verstehen
  • Überblick und Fachbegriffe der gestalterischen Mittel kennenlernen

Aufgabe 1: Mein Logo?

Wähle ein für dich sympathisches Logo eines Sportvereins, den du feierst. Kopiere dieses Logo manuell und binde deine Initialen oder deinen Kurznamen ein. Setze das Logo auf schwarzweiss um und reduziere dazu allenfalls die Farben im ursprünglichen Logo. Diese Form der Logo(um)nutzung ist heikel und sollte ausserhalb des geschützten Schulrahmens bzw. in der Öffentlichkeit nicht verwendet werden.

Aufgabe 2: Die Parodie!

Puma ist nicht Puma: Ganz so einfach ist es nicht – mit der Kunst und freien Meinungsäusserung im Spiel mit existierenden Logos. Es kommt auf den Einzelfall drauf an, wie der Puma-Fall zeigt (siehe Markenparodie und Markensatire. Wo sind die rechtlichen Grenzen?).

Wähle ein bekanntes Logo einer Sportmarke, eines Elektronikkonzerns oder aus welcher Branche auch immer. Gestalte das Logo zuerst nach und verfremde es danach im Wort- oder Bildbereich zu einer Parodie (komisch-spotthafte Imitation) oder vielleicht mit kreativer Spitzfindigkeit sogar zu einer Satire (humorvolle Kritik an Missständen). Diese künstlerische Form scheint hingegen rechtlich weniger bedenklich, solange das neue Logo nicht über den satirischen Rahmen kommerziell ausgeschlachtet oder sogar selbst als eigene Marke eingetragen wird (siehe Wikipedia).

Diskussion

Vergleiche im Anschluss dein Logo in der Klasse und diskutiere:

  • Welches Logo wirkt wie? Weshalb? (Adjektive, Assoziationen, Korrelationen)
  • Wie funktioniert (visuelle) Kommunikation? (Sender-Empfänger-Modell)
  • Welche gestalterische Mittel sind ausschlaggebend? (F, F, T, R, K, K)

Material/Technik

  • Analog: Bleistift, Radiergummi, dunkler Filzstift, A5-Papier 
  • Oder digital: Vektorbildprogramm mit Schriften, Formen, freie Pfade

Kriterien

  • Das Logo ist grafisch gut adaptiert, reduziert und sicher umgesetzt
  • Die Wirkung wird sprachlich gewandt beschreiben und passend interpretiert
  • Das Prinzip der (visuellen) Kommunikation wurde verstanden und vorbereitend für die eigene Praxis nutzbar gemacht

Beitragsbild: Satire der Logos von Nike, Ebay, Amazon und Disney anhand des bekannten konsumkritischen Slogans „Work, buy, consume, then die" (by Guido4, cc Wikimedia commons)

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