Die Punktperspektive erlaubt eine Darstellung des dreidimensionalen Raumes auf einer zweidimensionalen Fläche. Im Gegensatz zur Parallelperspektive wirkt die Punktperspektive wirklichkeitsnäher und vermittelt den Blickwinkel eines subjektiven Betrachters. Sie eignet sich deshalb z.B. zur Visualisierung von Begehungen geplanter Bauvorhaben, Gestaltung phantastischer Räume, Storyboards für den Film, Bildmongagen in Fotografien oder allgemein für Bilder mit Beobachterperspektive. Im Folgenden wird eine knappe Zusammenstellung weniger Typen gemacht. Für Ausführungen siehe den Beitrag Punktperspektive im Detail.

Allgemein 

Die Punktperspektive ähnelt dem menschlichen Sehen und wirkt deshalb sehr wirklichkeitsnahe.  Mit der Punktperspektive lässt sich ein Würfel auf einer Zeichenfläche verschieden darstellen. Hier sollen wenige Beispiele vorgestellt werden.

 punktp_proport_ohneriss_ku-ts Allen Möglichkeiten sind folgende Punkte gleich:
  1. Die Augenhöhe entspricht dem Horizont (h)
  2. Auf dem Horizont werden die Fluchtpunkte (F) gesetzt
  3. In den Fluchtpunkten schneiden sich die Fluchtlinien
  4. Die Raumdistanzen verkürzen sich zum Fluchtpunkt (a > b > c)
 

Anzahl der Fluchtpunkte

1 Fluchtpunkt (Zentralpersp.) 2 Fluchtpunkte (Übereckpersp.) 3 Fluchtpunkte
 1punkt_aussen_ku-ts  2punkt_aussen_ku-ts  3punkt_aussen_ku-ts
 1punkt_innen_ku-ts  2punkt_innen_ku-ts  3punkt_innen_ku-ts
 mehrpunktperspektive_ku-ts Ein Würfel kann je nach Blickwinkel mit einem Fluchtpunkt (Zentralperspektive), zwei Fluchtpunkten (Übereckperspektive) oder drei Fluchtpunkten dargestellt werden. Stehen wie in der linken Grafik mehrere Würfel (oder Objekte) leicht gedreht zueinander, können auch mehrere Fluchtpunkte zustande kommen (Mehrpunktperspektive).

Höhe des Horizontes

vogelperspektive_ku-ts normalperspektive_ku-sc froschperspektive_ku-ts
Vogelperspektive
Normalperspektive
Froschperspektive


Je nach Blickwinkel des Betrachters wird der Horizont am oberen Blattrand, im mittleren Bereich oder unten angebracht.